Mindset Wanderlust

HI BALI – ICH BIN ANGEKOMMEN

October 10, 2017
Auswandern nach Bali - ich bin angekommen

Mittlerweile bin ich schon 3 Wochen auf Bali und es fühlt sich schon fast ein bisschen wie ein Zuhause an. Ich wohne in Kerobokan (neben Canggu) in einer Villa mit Pool, die ich mir mit 6 anderen Europäern teile, verbringe fast jeden Tag ein paar Stunden am Strand, genieße die Sonne und das warme Wetter, erkunde jeden Tag ein anderes, süßes Café (und davon gibt es gefühlt tausende hier – wobei eines noch schöner ist als das andere), mache jeden Tag Yoga und meditiere und habe auch schon einige Nächte durchgetanzt. Zwischendurch arbeite ich auch, ein bisschen 🙂

Die letzten Wochen waren wohl die aufregendsten meines Lebens. Ich habe sehr viel gelacht und geweint – sie waren wunderschön und traurig zugleich.
Es ist nicht leicht Abschied zu nehmen. Vor allem wenn man nicht weiß, wann man sich wiedersehen wird. Doch wenn sich neue Türen öffnen sollen, müssen andere Türen geschlossen werden. Und ich habe immer gewusst, dass ich am richtigen Weg bin und das hat mir die Zeit bestimmt um einiges leichter gemacht.

Trotzdem wurden tonnenweise Abschiedstränen verdrückt. Und das war auch wieder wunderschön, weil man weiß, dass man geliebt und vermisst wird und natürlich gleichzeitig auch sehr traurig.

DIE ANGST VOR DEM UNGEWISSEN

Für die meisten von uns ist es unheimlich schwierig aus seiner Komfortzone zu steigen. Sie ist so schön wohlig warm, und obwohl wir nicht hundertprozentig mit uns im Reinen sind, sind wir doch zu faul und zu ängstlich um sie zu verlassen. Ich frage mich oft, warum das so ist. 

Ich glaube es hat einerseits damit zu tun, dass wir nicht gelernt haben unsere Komfortzone zu verlassen. Wir haben gelernt den einfachen Weg zu wählen. Den Weg, den die Mehrheit wählt. Der vor unserer Nase liegt. Wir haben verlernt zu träumen. Weil Träume werden ja nicht wahr …

Andererseits haben wir Angst. Wir haben Angst davor, die Menschen um uns zu enttäuschen.
Wir haben Angst davor zu scheitern.
Wir haben Angst davor, dass wir einen großen Fehler machen.

Auswandern nach Bali - ich bin angekommen

WAS IST DAS SCHLIMMSTE, DAS MIR PASSIEREN KANN?

Interessanterweise hatte ich diese Ängste nicht wirklich.
Und wenn irgendeine Angst in mir aufgekommen ist, habe ich mich gefragt:
“Was ist das Schlimmste, das mir passieren kann?”

Und dann merken wir meistens, dass es nichts gibt. Denn es gibt immer einen Ausweg.
Wenn ich “scheitere”, komme ich einfach wieder nach Hause. 

Außerdem bin ich der Meinung, dass wir gar nicht scheitern können. Alles was auf  unserem Weg passiert, führt uns dorthin wo wir momentan sind. Alles passiert aus einem Grund. Und alles passiert zu unserem Gunsten. Auch wenn wir auf ein Hindernis treffen, erkennen wir meistens im Nachhinein, wofür es gut war und dass wir daraus gewachsen sind. 

Ich glaube dieses Vertrauen hilft bei allem was wir tun. 

ICH BIN GANZ ALLEIN. BIN ICH GANZ ALLEIN?

Als ich im Flugzeug saß, überkam es mich dann aber auf einmal.
“Ich bin jetzt ganz alleine”.
“Ich steige aus dem Flugzeug und kenne niemanden.”
“Niemand kann mir helfen, falls ich in Schwierigkeiten gerate”

Ich habe mich wirklich gefragt, was ich da eigentlich mache. Und wie ich darauf gekommen bin, so einen Schritt zu wagen? Ich habe einfach gehofft, dass die ersten Wochen möglichst schnell vergehen und ich habe mir gewünscht, mich 2 Monate nach vorne versetzen zu können.
Hin zu dem Zeitpunkt wo ich mich schon eingelebt habe, ein paar Leute kenne und schon Gewohnheiten gebildet habe.

Auch ich habe Angst vorm Ungewissen. Jedenfalls manchmal.

Und ich muss sagen, ich wurde jeden Tag, fast jede Sekunde eines Besseren belehrt. In diesen 3 Wochen habe ich so viele, tolle, inspirierende und spannende Menschen kennengelernt. Und zwar ohne Probleme. Immer wenn  ich dachte “so, jetzt bin ich wirklich allein” – kam jemand Neues daher. Und ich bin froh, dass ich immer noch am Anfang bin und die Zeit nicht 2 Monate nach vorne spulen konnte. Weil so kann ich jeden Moment voll miterleben. Und jeder Moment ist spannend.
Jeder Tag ist ein Abenteuer. Was gibt es Schöneres?

Auswandern nach Bali - ich bin angekommen

ICH BIN AUSGEBROCHEN

Ich war immer schon ein kleiner Rebell. Es fällt mir schwer, mich an gewisse Regeln zu halten, wenn sie für mich keinen Sinn ergeben. Sei es eine bestimmte Arbeitszeit einzuhalten, obwohl man nicht wirklich viel Arbeit hat, irgendwelche bürokratischen Unnötigkeiten oder sonstiger Zeitvertreib, den sich irgendjemand ausgedacht hat, dem viel zu langweilig war. Ein “das ist halt einfach so” kann ich nur schwer akzeptieren. 

Ich war in meinem Job schon länger nicht mehr glücklich und musste viele Seiten von mir – vor allem meine kreative und sensible Seite – zurückstecken. Nun habe  ich das Gefühl ich bin irgendwie vom System ausgebrochen und musste wahrscheinlich  so weit weg gehen, um mich wirklich entfalten und mich mal ganz auf mich selbst konzentrieren zu können.

Obwohl ich meine Freunde und meine Familie vermisse, weiß ich ganz genau, dass ich momentan hier ganz genau richtig bin.
Und das ist ein tolles Gefühl.

Alles Liebe,

Simone

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1 Comment

  • Reply Carina Seebacher October 10, 2017 at 23:27

    Liebste Simone,
    Ja du wirst vermisst! Eindeutig!
    Online verfolge ich aufmerksam deinen Weg und auch am Mittagstisch bist du stets ein Thema!
    Aber wie gedacht fühlt sich deine Abwesenheit im Moment noch immer wie ein etwas längerer Urlaub für mich an.
    Dein toller, neuer Beitrag stimmt mich aber jetzt einerseits traurig “sie ist jetzt tatsächlich für viiiiel längere Zeit weg”, andererseits freue ich mich so sehr, wie gut es dir geht und dass sich Bali für dich von der besten Seite zeigt – genau das habe ich mir für dich gewünscht!
    Ja, deine Entscheidung war und ist mutig, aber im Grunde wusstest du und alle Lieben um dich, dass Bali genau richtig für dich ist!
    Dickes Bussi 😘

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